HOUSE OF BALAGAN

JUBILÄUM! 10 Jahre Sammlung Philara

27.06.2026 - 14.02.2027
Eröffnung: 27. Juni 2026, 16 – 20 Uhr

Anlässlich ihres zehnjährigen Bestehens in Düsseldorf Flingern freut sich die Sammlung Philara, im Juni 2026 mit HOUSE OF BALAGAN eine umfassende Sammlungspräsentation zu eröffnen. Mit weit mehr als 100 Arbeiten von über 80 Künstler:innen werden sowohl die weitläufige Halle als auch sämtliche Kabinette der Sammlung Philara bespielt.

Die Ausstellung zeigt einen konzentrierten und zugleich repräsentativen Ausschnitt aus der Sammlung Gil Bronners, die heute fast 2000 Werke umfasst. Ergänzt wird die Präsentation durch ausgewählte Arbeiten aus der Sammlung von Bronners Eltern, die das Kunstinteresse des Sohnes früh prägten. Zudem sind Werke aus den Sammlungen seiner Kinder Philip und Lara, nach denen das Ausstellungshaus benannt ist, vertreten.

Mit HOUSE OF BALAGAN hebt die Sammlung Philara die Bandbreite und vielfältigen Bezüge innerhalb ihrer Bestände hervor: Großformatige Installationen von Melissa Gordon oder Tarik Kiswanson, treffen auf kleine, intime Papierzeichnungen von Rosa Loy oder Corinne von Lebusa.

Ignacio UriarteRingbinder Circle (2014) befasst sich mit der Ästhetik und Funktionalität von Büroartikeln. Auch Gil Bronners allererster Ankauf, mit dem er Anfang der 1990er Jahre in Barcelona den Grundstein für seine Sammlung legte, ist in der Ausstellung zu sehen: die Malerei Der Seher (1990) des spanischen Künstlers Miguel Ángel Campano.

Weitere, ganz private Eindrücke gewähren uns Christoph Weistermeiers Fotografien. Sie bieten Einblicke in die Privatwohnung der Eltern als auch in Bronners Wohnung und Sammlung. Ein weiterer Teil der Ausstellung setzt inhaltliche Schwerpunkte, etwa das Thema Körperlichkeit. Anys Reimanns Collage Die Nacht (2021) sowie die Malereien End. Résumé #6 (2025) und ScreenColors 2 (2025) von Heidi Hahn und Rita Ackermann richten mit ganz unterschiedlichen bildnerischen Mitteln den Blick auf die Verkörperung von Weiblichkeit. Andere Arbeiten, beispielsweise von Matthias WeischerMichaela Yearwood-Dan oder Cerith Wyn Evans, verhandeln Themen von Domestizität und Domestizierung.

Auch haben viele der Arbeiten einen gesellschafts- oder geschichtspolitischen Bezug: George Grosz verweist in seiner Zeichnung Die sind nun Minister(1924) auf die Reichstagswahl der Weimarer Republik im Jahr 1924 und ihre Auswirkungen, während Hanne Darboven sich mit Repräsentationen von Zeit auseinandersetzt. Das Künstlerkollektiv General Idea, gegründet 1968 von AA BronsonFelix Partz und Jorge Zontal, hat im Rahmen seiner Untersuchungen zu Sprache, Symbolik und Ästhetik über mehrere Jahre hinweg fiktive Wappen erstellt, welche die Wirkung von Massenmedien, unter anderem von Werbung, reflektieren. Sarah Morris wiederum untersucht in ihren großflächigen, teilweise grafisch anmutenden Malerein die Psychogeografie urbaner Milieus und ihrer Architektur.

Darüber hinaus zeigt die Ausstellung einige Vertreter:innen der ostdeutschen Kunstszene, darunter Christoph RuckhäberleSebastian Gögel und Nadin Maria Rüfenacht.

Ein weiterer Teil der Ausstellung widmet sich der Einzelpräsentation ausgewählter Arbeiten von Marcel Dzama, die teilweise aus der Sammlung Gil Bronners stammen.

 

Kuratorin: Hannah Niemeier